Spieler aus dem erweiterten Kader positiv getestet, das Spiel gegen Salzburg verschoben.

Bregenz Das hat sich SW Bregenz völlig anders vorgestellt. „Wenn ich hier so durchs Stadion blicke, finde ich das alles sehr schade. Der Rasen ist schön wie nie, alles ist aufgebaut und das ORF-Team ist auch schon da“, beschreibt Obmann Thomas Fricke die Situation im Bregenzer Stadion.

Doch das Bregenzer Cupspiel kann gegen Double-Sieger Salzburg nicht wie geplant stattfinden. Grund dafür ist ein positiv auf Covid19 getesteter Spieler der Hausherren, von der am Dienstag abgenommenen Probe wurde das Ergebnis am Freitag bekannt. „Vonseiten des ÖFB wurde die Partie dann sehr schnell abgesagt“, so Fricke weiter.

Gemäß VN-Informationen soll es sich beim betroffenen Spieler um ein Mitglied des erweiterten Kaders handeln, der zum einen nicht beim Cupspiel am Dienstag in Sulz und zum anderen auch nicht beim Auslaufen am Mittwoch mit dabei war. Nun sei laut Fricke die Gesundheitsbehörde am Zug, die zuerst über eine Quarantäne der Mannschaft entscheiden wird: „Wahrscheinlich ist zudem, dass eine weitere Testabnahme in der kommenden Woche erfolgt.“

 

Weitere Auswirkungen noch unklar

Was dieser positive Fall bei SW Bregenz für den weiteren Verlauf im Vorarlberger Amateurfußball bedeutet, ist gemäß VFV-Geschäftsführer Horst Elsner noch unklar. Es hänge davon ab, ob die Behörden Maßnahmen für die Mitspieler anordnen. Sollte dies der Fall sein, würde das VN.at-Eliteligaspiel am Mittwoch gegen Rankweil wohl ebenfalls verschoben werden.

Beim Vorarlberger Fußballverband ist der gestern bekannt gewordene Fall in Bregenz der zweite, der von den Vereinen gemeldet wurde. Der erste Fall betraf ein 1b-Spieler des SC Hohenweiler, dort waren alle Tests der Teamkollegen negativ, bei denen von Gegner Schwarzenberg sind gemäss Elsner noch drei Ergebnisse ausständig.

Beim VFV wartet man übrigens noch auf eine Regelung, die der ÖFB derzeit ausarbeitet, wie mit positiven Fällen umgegangen werden soll. Oberösterreich habe die Regelung, dass ein Verein ab fünf positiv getesteten Spielern ein Spiel verschieben kann. Solch eine bundesweite Regelung könnte etwas Klarheit bringen. „Unser Ziel ist es, alle abgesagten Spiele nachholen zu können, was bei einer steigenden Zahl an Infektionen aber wieder zu einem Problem werden könnte.“

 

Dieser Text erschien zuerst am 29.08.2020 in den Vorarlberger Nachrichten, wurde von Kollege Florian Hepberger und mir geschrieben und ist weiterhin hier abrufbar.