Schwarzach Wenn man mit Yvonne Meusburger-Garamszegi über ihre neue Tätigkeit spricht, ist ihr die Freude darüber anzumerken. Die ehemalige Profispielerin ist seit Anfang September beim Vorarlberger Tennisverband (VTV) und dort für den Kinderbereich verantwortlich. Als „Kids-Coach“ will sie vor allem den Kontakt mit den jungen Vorarlberger Tennisspielern sowie deren Eltern und Trainern knüpfen und pflegen: „Das zähle ich sicherlich zu meinen Hauptaufgaben“, erklärt die 36-Jährige.

Aufgabe während der Karenz

Zum Engagement beim Tennisverband sei es über längeren Kontakt mit den dortigen Verantwortlichen gekommen. „Nach 16 Jahren als Profispielerin habe ich den Abstand vom Tennissport gebraucht. Nach der Pause bin jetzt umso glücklicher, wieder in dem Bereich arbeiten zu können“, zeigt sich Meusburger-Garamszegi hochmotiviert.

Privat hatte sich nach dem Ende der aktiven Karriere einiges getan: Meusburger-Garamszegi hat 2016 geheiratet und ist zweifache Mutter: „Unsere dreijährige Tochter hat jetzt gerade ihren ersten Tennisschläger bekommen und macht erste Erfahrungen. Am wichtigsten ist aber, dass sie etwas macht, was ihr Spaß macht.“

So ist sie nun auf geringfügiger Basis beim VTV beschäftigt, während eben ihre Karenz bei der Wolfurter Firma Meusburger noch ein Jahr weiterläuft. In Zukunft könne sie sich aber auch vorstellen, dass „ich als Turnierbetreuung mit den jungen Spielern Turniere in Österreich besuche.“ Aktuell sei das aber eher noch eine Vision, „das wäre vielleicht eine mögliche Idee, sobald das auch mit meinen Kindern gut vereinbar ist.“

 

Breit gefächert

Besonders toll sei im Landesverband die Anzahl an jungen Spielern: „Leider mussten wir am letzten Wochenende die Kids-Landesmeisterschaft in Bludenz absagen. Die fast 120 Nennungen bestätigen aber, dass wir bei den Unter-8- bis Unter-11-Jährigen breit aufgestellt sind“, so die ehemalige Nummer 37 der Weltrangliste im März 2014. Im Bundesländer-Vergleich sei man bei den Anmeldungen „weit voran, das finde ich unglaublich“.

Und wie wird sie ihre Tätigkeit angehen? „Ich stehe nicht direkt auf dem Platz und leite Trainingseinheiten, sondern bin vorrangig organisatorisch tätig“. Primär sei sie zunächst vor allem bei den Turnieren im Land vor Ort, auch um das Geschehen und die Entwicklung in den Vereinen zu beobachten. Daneben wird sie für die Sichtungen und Einteilung des Regionalkaders und der ProKids mitverantwortlich sein und bei den Entsendungen und der Organisation von Turnieren helfen.

Doch etwas sei klar: „Ich möchte so viele Kinder wie möglich zum Tennis bringen. Die Kids-Phase ist eine unglaublich wichtige Zeit. Bei den Mädchen und Burschen werden hier die Grundlagen gesetzt. Da möchte ich mit meiner Erfahrung das Beste aus ihnen rausholen und auch ein Teil ihrer Reise sein“.

 

Dieser Text erschien zuerst am 25.09.2020 in den Vorarlberger Nachrichten.