Hohenems Bereits zu Beginn der Zweitrundenpartie zwischen Hohenems und Lauterach war klar, dass sich die Zuschauer im Herrenriedstadion auf ein Offensivspektakel freuen durften. Dies spiegelte sich auch in der Aufstellung des Heimtrainers, Werner Grabherr, wieder, der vier Stürmer aufbot.

Und wie sich sogleich herausstellte, sollte sich diese Entscheidung lohnen. Grabherrs Mannschaft war es nämlich, die die Gunst der Stunde nutzte und früh in Führung ging. Nachdem die ersten Abschlussversuche – zum Beispiel von Marco Feuerstein (4.) – scheiterten, war es Dominik Fessler, der nur wenig später zum 1:0 einnetzte. Dem Treffer vorausgegangen waren ein Einwurf und ein langer Lauf über die linke Seite, wonach Maurice Wunderli in die Strafraumitte zum Torschützen abgeben konnte.

 

Doppelschlag

Nur eine Minute später hätte bereits das 2:0 fallen können, Wunderli setzte den Ball – alleine vor Lauterachs Torwart Lukas Kusche stehend – aber über den Kasten. In Minute 17 klappte es dann doch noch mit dem erhofften zweiten Treffer, Jan Stefanon brachte von Lauterachs Torauslinie das Spielgerät auf Maximilian Lampert, der per Kopf abschloss.

Mit diesem Spielstand ging es zur Pause auch in die Kabine, keine der zahlreichen Chancen, die vor allem die Hohenemser verbuchten – wie jene von Jan Stefanon, der den Ball zweimal nicht im Tor unterbringen konnte (22.) – brachten den erhofften Torerfolg. Aber auch Lauterach hätte kurz vor der Pause noch den Anschlusstreffer erzielen können, Vinicius Maciel Gomes setzte in Minute 45 den Ball jedoch am Tor vorbei.

 

Mit Schwung aus der Pause

Nach Wiederanpfiff ging es so weiter wie in der ersten Halbzeit: Hohenems beherrschte das Spiel, während Lauterach Schwierigkeiten hatte, auf die immer wiederkehrenden Torversuche adäquat zu reagieren. Dies zeigte sich bereits in der 46. Minute, als die Heimmannschaft dem Team von Ingo Hagspiel den Ball in der eigenen Hälfte abnehmen und – in Person von Dominik Fessler – einen Sprint ab der Mittellinie bis zum gegnerischen Strafraum durchziehen konnte. Dort war es für den bereitstehenden Tim Wolfgang schlussendlich ein Leichtes, zum 3:0 zu verwandeln.

Dabei blieb es aber nicht, denn bereits fünf Minuten später ertönte abermals die Tormusik im Herrenriedstadion. Der Grund hierfür: ein schönes Zusammenspiel von Maximilian Lampert und Dominik Fessler im Mittelfeld, wodurch eine geeignete Position für den Abschluss zum 4:0 herausgespielt werden konnte – Fessler versenkte den Ball im Tor.

 

Zehn Tore nach zwei Spielen

Den Schlusspunkt im Hohenemser Heimspiel gegen Lauterach setzte schlussendlich der eingewechselte Abdül Kerim Kalkan, der einen Ball von Maximilian Lampert perfekt verwertete und zum 5:0 abschloss. Damit konnte der VfB sein Ergebnis vom letzten Spieltag wiederholen – bereits bei Rot-Weiß Rankweil erreichte er einen 5:0-Erfolg.

 

Dieser Text erschien zuerst am 08.08.2020 in den Vorarlberger Nachrichten und ist weiterhin hier abrufbar.