Bundesliga, Altach: Über die Defensive zum Remis

Große Einschussmöglichkeiten waren am Tivoli rar, Tirol und Altach trennten sich 0:0.

Innsbruck Die Trainer waren sich einig. Tirols Thomas Silberberger und Altachs Damir Canadi betonten nämlich nach Spielende, wie schwer doch der jeweilige Gegner zu bespielen war. Altach punktete mit einer kompakt stehenden Defensive, den eigentlich dominanteren Tirolern blieben dadurch großteils die hochkarätigen Chancen verwehrt. So fiel bis zum Schluss kein Tor im Westderby.

Mit einem Debütant wartete die Canadi-Startelf auf, der 18-Jährige Samuel Mischitz ersetzte den verletzten Manuel Thurnwald, dem immer noch der Oberschenkelmuskel zu schaffen macht. Sonst musste im Vergleich zu Rapid vor einer Woche nur Csaba Bukta weichen, seine Position auf der linken Seite übernahm Nosa Edokpolor.

Zwei verlorene Punkte?

„Wir haben uns sehr schwer getan“, bilanzierte ein erschöpfter Kapitän Emanuel Schreiner nach Schlusspfiff. Speziell in der ersten Hälfte seien die Tiroler schwer zu spielen gewesen: „Wir hatten wenig Zugriff, das haben sie sehr gut gemacht.“ Dies zeigte sich gleich zu Beginn, als die WSG dreimal gefährlich den Weg nach vorne fand (8./9./11.). Unter anderem große Anteile an der ersten „Zu-Null-Partie“ der Rheindörfler hatten speziell Berkay Dabanli und Jan Zwischenbrugger in der Innenverteidigung, das lobte auch der WSG-Trainer.

Erst in der zweiten Hälfte kam der SCRA immer mehr aus sich heraus, ließ sich mehr einfallen. Das war wichtig, nachdem man in den ersten 45 Minuten „einige Themen“ hatte, wie es Canadi beschrieb. Dies wusste auch der eingewechselte Daniel Nussbaumer seinem Team auszurichten: „Wir hatten in Hälfte zwei bessere Chancen, wir müssen sie einfach zu Ende spielen.“

Exakteres Spiel erwartet

Es hapere vor allem an der Präzision: „Wenn wir die Pässe in die Tiefe genauer spielen, laufen wir zweimal alleine aufs Tor. Das müssen wir besser machen.“ Dann könnte man auch sicherer auftreten, zum Beispiel bei einer Situation wie in der 58. Minute: Adthe Nuhiu wurde vor dem WSG-Gehäuse völlig frei stehen gelassen, dies erkannte auch der zuspielende Dominik Reiter, Nuhiu rutschte jedoch am Ball vorbei. Und in der Nachspielzeit hatte abermals Nuhiu das Altacher 1:0 auf dem Kopf, die Ecke von Marco Meilinger setzte er jedoch über das Tor.

So seien es für Nussbaumer zwei verlorene Punkte, gleichzeitig spricht sein Trainer von einem „gerechten Ergebnis“. So ähnlich beschrieb es auch Torhüter Tino Casali, die seine Altacher einige Male im Spiel hielt: „Es war so schwer wie erwartet, halt ein Spiel von zwei guten Mannschaften mit viel Leidenschaft.“ Ebendiese Leidenschaft will man an den Tag legen, wenn am Samstag der WAC zu Gast ist.

 

Dieser Text erschien zuerst am 23.08.2021 in den Vorarlberger Nachrichten und ist weiterhin hier abrufbar.

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