1:2-Niederlage bei Hartberg bedeutet für den Cashpoint SCR Altach einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Noch vier Spiele warten.

Hartberg „Es ist ganz schwierig, nach so einem Spiel etwas zu sagen. Das darfst du einfach nicht verlieren. Wir müssen endlich den Siegeswillen in die Mannschaft bringen.“ Diese deutlichen Worte fand Altach-Torschütze Daniel Maderner nach dem Auswärtsspiel in Hartberg. Zunächst war man dank seines Treffers in Führung gegangen, schlussendlich stand die Elf von Damir Canadi ohne Punkte da.

Nur 72 Stunden nach Abpfiff des Altach-Heimspiels gegen Hartberg standen sich die beiden Mannschaften wieder gegenüber – dieses Mal in der Steiermark: Die Rheindörfler auf vier Positionen verändert. Unter anderem fehlte Philipp Netzer, der sich nach zehn Minuten im „Hinspiel“ eine Muskelverletzung im Leistenbereich zugezogen hatte und deshalb bis zum Saisonende fehlen wird – für ihn rutschte Stefan Haudum in die Startformation und in die Innenverteidigung der neu formierten Fünferkette.

Der Spielbeginn verlief ganz nach den Wünschen von Damir Canadi – Altachs Abwehrreihe präsentierte sich stabil, vor allem Kontermöglichkeiten sollten zum Erfolg verhelfen. Bereits in der neunten Spielminute war das zu erkennen: Nach Thurnwalds Balleroberung zeigte Marco Meilinger mit tollem Pass durch die Mitte auf, über Manfred Fischer landete der Ball bei Daniel Maderner. Der musste nur noch einschieben. Bereits am Samstag traf er gegen die Mannschaft von Trainer Markus Schopp. Und kurz darauf hatte Fischer das 2:0 für die Altacher am Fuß, diesmal nach Maderner/Meilinger-Zusammenspiel. Da war Heim-Torwart René Swete aber schneller zur Stelle (16.).

 

Unspektakuläre Partie

Die Euphorie über das 1:0 verflog jedoch genauso schnell, wie sie gekommen war. Schuld daran: Hartbergs Tobias Kainz. Marco Meilinger ließ sich den Ball in gegnerischer Hälfte abnehmen, Sascha Horvath, Dario Tadic und Rajko Rep zauberten im Mittelfeld, bevor Kainz aus der Distanz zum Zug kam – Altachs Schlussmann Martin Kobras blieb ohne Chance (22.). Weitere Höhepunkte suchte man in Hälfte eins dann vergebens. Es spielten vor allem die Hartberger, Altach gab sich Mühe, die Defensive organisiert zu halten und schnell zu kontern.

Genau so ein Konter wird den Alt­achern dann aber zum Verhängnis. Als kurz vor Schluss schon alle fix mit dem Unentschieden rechneten, nahm der eingewechselte Lukas Ried eine sensationelle Vorlage von Rep mit, sein Flachschuss traf zum 2:1 ins lange Eck und die Altacher direkt ins Herz (85.), Samuel Oum Gouet und Jan Zwischenbrugger waren zu spät dran. Zuvor zeigten noch Manuel Thurnwald mit einem Freistoß (72.) und Fischer mit einem ansehnlichen Abschluss aus der Distanz auf (74.) – beide Male hielt Schlussmann Swete seine Hartberger im Spiel, beide Male half ein Quäntchen Glück mit.
Luft wird dünner
Diese Niederlage hat somit zwei Auswirkungen auf die aktuelle Tabellensituation. Zum einen haben die Steirer den Klassenerhalt auch rechnerisch geschafft, zum anderen muss Altach weiter zittern. Nur drei Punkte rangieren die Rheindörfler vor dem Tabellenende – vier Spiele wartet man schon wieder auf einen Sieg.

 

Dieser Text erschien zuerst am 28.04.2021 in den Vorarlberger Nachrichten und ist weiterhin hier abrufbar.