Ländle-Boy. Und freier Journalist.

Kategorie: Presse (Seite 2 von 4)

DATUM: Leserumfrage – “Ihr erklärt die Sachen einfach gut!”

Im Rahmen der DATUM-Leserumfrage wurde ich zu einem Interview über meine Erfahrungen mit dem Magazin gebeten.

 

Wie sind Sie auf DATUM gestoßen?
Ich habe es auf Twitter entdeckt. Da war letzten Sommer ein Beitrag, über den ziemlich viel diskutiert wurde, und den fand ich sehr gut. Da habe ich mir das Kennenlern-Abo für drei Monate bestellt. Ich habe mein Abo verlängert und bekomme DATuM jetzt jeden Monat nach Vorarlberg nach Hause geliefert.

Aus welchen Gründen bleiben Sie DATUM treu?
Ich fand das spannend, dass hier oft ganz andere Themen als in den klassischen renommierten Tageszeitungen bearbeitet werden. Da gibt es sonst nicht so viel Vergleichbares. Besonders, weil Themen angesprochen werden, die auch am Land und nicht nur im urbanen Umfeld relevant sind.

Gibt es etwas, das Ihnen nicht so gut gefällt?
Ich habe manchmal das Gefühl, dass es auf Ostösterreich fixiert ist. Nachdem ich aus Vorarlberg bin, würde ich gerne mehr Geschichten aus meinem Umfeld lesen, aus den westlichen Bundesländern.

Welchen anderen Medien außer DATUM konsumieren Sie außerdem?
Auf lokaler Ebene die Vorarlberger Nachrichten, wo ich selber auch arbeite. Sonst auch viel den Standard, den haben meine Eltern abonniert. Und was mir meine Twitter-Bubble halt zuspielt, das sind oft ganz unterschiedliche Beiträge von ganz unterschiedlichen Medien.

Was würden Sie gerne in unserer nächsten Ausgabe lesen?
Ich lese unglaublich gerne die Reportagen. Wobei, am meisten mag ich eigentlich eure Infografiken und Datenanalysen. Ihr erklärt die Sachen einfach gut! Wenn sowas in der nächsten Ausgabe wäre, würde ich mich natürlich besonders freuen.

 

Dieses Interview erschien zuerst in der Ausgabe 06/2019 im DATUM. Es wurde von Sarah Kleiner geführt.

Vorarlberger Nachrichten: Vienna Calling – Auf Klassenfahrt in die Hofburg

Wien, Feldkirch Donnerstag, der 21.3.2019, 13:17 Uhr. Wir, zwei 7. Klassen des BG Feldkirch, machen uns, auf Einladung von niemand Geringerem als Bundespräsident Alexander Van der Bellen, auf den Weg in die Bundeshauptstadt.Grund dafür: Leider musste der Staatschef eine Einladung unsererseits zu unserem Maturaball ablehnen, lud uns aber im Gegenzug gerne zum 9. Schülertag in der Hofburg zu sich ein.

Keine Minute der Zugfahrt bleibt ungenützt und so wird bereits auf dem Weg intensiv ein auf unseren Besuch bezogener Arbeitsauftrag bearbeitet. Am Hauptbahnhof in Wien wissen wir bereits perfekt über die Kompetenzen unseres Staatsoberhauptes Bescheid. Erneut machen wir, nach der letztjährigen Wienwoche, unsere Stamm-Jugendherberge am Naschmarkt unsicher, bevor wir unseren Frust über eine Niederlage der Nationalelf in der Pizzeria loswerden.

Die Elite hat gut gefrühstückt und schreitet spürbar gespannt und erhobenen Hauptes durch Wien. Auf einem Stadtspaziergang stellen wir uns in morgendlicher Frische mental auf die kommende, ehrwürdige Zeremonie ein. Schließlich vollenden wir unseren Rundgang vor den Toren der Hofburg. Die Spannung steigt mit jeder Diplomatenlimousine, die unseren Weg passiert. Wir passieren unterdessen im Stil einer Kontrolle am Flughafen alle Sicherheitsvorkehrungen und werden sogleich von einer Mitarbeiterin des Präsidentschaftsamtes empfangen.

Die höchst informative Führung bringt uns durch die ehemalige Machtzentrale und die Wohnräume Maria Theresias. Geschichten aus Habsburger Zeiten werden ebenso erzählt wie die heutige Verwendung diverser Räumlichkeiten. Über den Spiegelsaal gelangen wir, vorbei an der kaiserlichen Vorstellungsuhr und weiteren Schmuckstücken, ins Maria-Theresien-Zimmer, dessen rote Wände uns von Angelobungen und Staatsbesuchen nur allzu bekannt erscheinen. Hier soll der große Moment des Tages stattfinden. Nach und nach füllt sich das frühere Schlafgemach der Kaiserin mit knapp 300 Schülerinnen und Schülern jeden Alters. Kurz werden wir noch über den kommenden Ablauf instruiert, bevor wir Bundespräsident Alexander Van der Bellen höchstpersönlich mit tosendem Applaus begrüßen dürfen.

 

Unser Präsident

Herzlich werden wir nun auch vom Gastgeber und Chef des Hauses selbst begrüßt. Die wohl häufig gestellte Frage nach dem Tagesablauf eines Bundespräsidenten wird sogleich direkt mit einem Blick in den digitalen Kalender des Präsidentenhandys beantwortet. Eine beachtliche Fülle an Terminen, darunter in- und externe Meetings mit durchaus bekannten Persönlichkeiten, wird uns offenbart. Ein Kasernenbesuch, sowie ein Fußballspiel standen diese Woche demnach ebenfalls auf der Agenda.

Dann sind wir an der Reihe und aufgefordert, Fragen aller Art zu stellen. Der Weg zum Amt wird thematisiert und Van der Bellen geht gerne auf seine Überlegungen vor der Wahl ein. Den Berufswunsch „Bundespräsident“ von klein auf erachtet er nüchtern für Blödsinn. Nun werde man ihn, als verfassungsrechtlich einzig direkt gewählte Person, nicht mehr leicht los, meint er mit einem Schmunzeln. Auf tagespolitische Themen, wie die Umweltproteste „fridays for future“ oder die Einführung der Sicherungshaft, wird er ebenfalls angesprochen und steht uns nach bestem Wissen und Gewissen Rede und Antwort. Außerdem erzählt er uns von seinen persönlichen Beziehungen zu anderen politischen Vertretern. Mit vielen seiner Gegenüber könne er auf Anhieb, mit so manchem hätte er hingegen als Kind nicht im Sandkasten gespielt. Anschließend wird für ein gemeinsames Foto posiert.

Klassenweise werden wir einen Raum weiter mit einem weiteren Foto verabschiedet, wobei Twitter-Sternchen die Möglichkeit bekommen, sich ihren persönlichen Präsidenten-Tweet signieren zu lassen. Maxl Werner bekommt sichtlich erfreut nun auch seine persönliche Gratulation zur Wiederholungsprüfung in Latein. Die Hofburg verlassen wir nach einer finalen Jause schließlich nicht mit leerem Magen.

 

Im Hause Kneissl

Im Anhang an die Audienz beim Bundespräsidenten schließen wir wenige Meter weiter mit einem Besuch im Außenministerium an. Wie wir in der Präsidentschaftskanzlei verabschiedet wurden, so werden wir in der Bundesbehörde für Europa, Integration und Äußeres begrüßt und zu Beginn für ein Foto zurechtgerückt. Es folgt ein kurzer Überblick über die auswärtigen Ämter der Republik und zuletzt ein überaus ausführlicher Vortrag zum Thema Integration. Auch hier werden wir nicht ungesättigt bleiben.

Um all diese Erfahrungen reicher treten wir zu guter Letzt wieder den Rückweg an und werden mit unserem Gepäck und neuen Eindrücken an den Pforten der Jugendherberge entlassen. Unser Dank gilt allen, die uns diese Exkursion nach Wien ermöglicht haben: den Klassenvorständinnen Katharina Mader und Melanie Valentin-Brenda, Maximilians Twitter-Aktivitäten und nicht zuletzt dem Herrn Bundespräsidenten.

 

Was sonst noch so passiert ist…

Nach dem offiziellen Ende der Schulveranstaltung verabschiedeten wir uns von unseren Lehrerinnen, denn es ging noch nicht zurück nach Hause. Einige verbrachten die kommenden Nächte bei Verwandten, andere checkten in verschiedenen Hostels rund um den Bahnhof ein. Der Nachmittag wurde von den meisten gleich dazu genutzt, um die kulinarischen Highlights der Hauptstadt, wie zum Beispiel den Burgerimbiss „Rinderwahn“ beim Naschmarkt, der vor allem Benedikt, Cinio und Clemens noch vom letzten Wien-Aufenthalt in Erinnerung geblieben war, zu genießen. Am Abend trafen sich die Wege vieler wieder, ein Besuch in einer Karaokebar war geplant. Mit unserer Gruppe von über 20 Leuten war diese zwar schon fast voll, das störte uns aber nicht. Die Stimmung war super und unser mehr oder weniger großes musikalisches Talent wurde mit Liedern wie „Gimme! Gimme! Gimme!“ von ABBA oder „079“ von Lo&Leduc im ersten Wiener Bezirk präsentiert. Das Highlight war aber definitiv „Vo Mello bis ge Schoppornou“, bei dem sogar die Wiener mit einstimmten. Am nächsten Tag sah das Programm für jeden anders aus. Manche erholten sich noch von der vorherigen Nacht, andere waren schon früh unterwegs. Von einem Abstecher in den Prater bis zu einer Fahrradtour entlang der Donau war alles dabei. Besonders in der Mariahilfer Straße – der „MaHü“ – traf man ganz klischeehaft den Großteil der Mädchen aus unserer Klasse an. So gegen 16:00 ging es für die meisten wieder nach Vorarlberg zurück, der Rest genoss noch den Sonntag in Wien.

 

Dieser Bericht erschien zuerst am 30.03.2019 in den Vorarlberger Nachrichten. Er wurde von Jakob Walser, Magdalena Walch und mir geschrieben.

Wiener Zeitung: Wir brauchen mehr Lovestorms

In dieser Woche erlebte Austrotwitter wieder ein kleines Beben. Anders als sonst empörte sich die österreichische Twitter-Community diesmal nicht, sondern jubilierte. Eine Daumendrück-Aktion für den 16-jährigen Schüler Maximilian am Tag seiner Latein-Wiederholungsprüfung schlug größere Wellen als erwartet. Ohne dass er es selbst initiierte. Aber das Internet hat bekanntlich seine eigene Dynamik.

Der Support-Hashtag #VeniVidiMaxi führte innerhalb weniger Stunden die österreichischen TrendingTopics an. Virale Phänomene wie diese kommen vor allem als Shitstorms vor, also als Gegenteil eines Solidaritätssturms. Dieses Mal sollte es anders, positiv, sein. Dann die frohe Botschaft: Er hat es geschafft! Unter den hunderten Gratulanten waren Bundespräsident Alexander Van der Bellen (per Tweet) und ORF-ZiB2-Anchorman Armin Wolf, der den Zusehern im Abspann der Nachrichtensendung schon öfter Internet-Phänomene als Schlussgag präsentierte und diesmal dem jungen Mann zur bestandenen Prüfung gratulierte.

Nun fragten sich einige User: Warum wurde das kollektive Daumendrücken für einen Schüler so aufgebauscht? Wieso ist dieses Ereignis überhaupt relevant?

Wann etwas eskaliert – positiv oder negativ – kann man nicht planen. Es passiert. Weil der aufgeweckte Bursche ein Sympathieträger ist möglicherweise. Schlau, witzig und nett. Er lernt den Sommer über und holt sich abseits seines privaten Umfelds dort Motivation und Unterstützung, wo andere vor ihm schon das Gleiche taten. Beim Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören etwa. Ein Beispiel: #Klenkschafftdas. Florian Klenk ist Chefredakteur des Wiener Stadtmagazins “Der Falter” und wählte das Internet mit seinem gewaltigen Interaktionspotenzial, um sich von Freunden, Kollegen und ihm wohl gesinnten Usern Unterstützung in Form von Faves (Herzchen) zu holen. Rauchen ist ungesund. Also faven wir. Heute hat es Klenk geschafft. Seit mehr als sechs Jahren ist er rauchfrei. Gratulation!
Ähnlich war vielleicht der Motivations-Gedanke bei dem Schüler. Gemeinsames Hoffen auf ein positives Ergebnis bewegt die Netz-Community. So wäre etwa die Relevanz für eine solche “positive Eskalation” zu erklären. Im Internet dominieren jedoch Hasspostings, Fake News, negative Nachrichten. Wie viel Zeit wenden wir dafür auf, uns digital zu empören und wie oft blicken wir freudestrahlend auf das Display? Das Verhältnis ist unausgewogen.

Das bestätigt auch Michael Roither, Vizerektor und Medien-Professor an der FH Burgenland im Gespräch mit der “Wiener Zeitung”. Medien würden sogenannte Lovestorms und die “positive Welt der Emotionen” deshalb gerne aufgreifen, weil sie damit die negative Nachrichtenlage etwas ins Gleichgewicht bringen. “Aber man weiß, dass Negativität für die meisten Menschen einen viel stärkeren Newswert hat als positive Nachrichten”, sagt Roither und erklärt, warum so ein für die Öffentlichkeit nicht unbedingt relevantes Ereignis von mehreren Massenmedien übernommen wurde. “Sowohl Love- als auch Shitstorms werden deshalb zu Stürmen, da sich dahinterliegende Informationen emotional ablösen und dann zu einem entweder überschwänglich positiven oder negativen Schwall an Emotionen führen. Selbst wenn es planbar wäre, wäre es nicht kontrollierbar, weil sich kollektive Emotionen kaum kontrollieren lassen”, so der Medienexperte.

Außer Kontrolle war es für den sonst sehr medienkompetenten 16-Jährigen spätestens dann, als er sein Foto auf der Studio-Wand hinter dem Journalisten Armin Wolf sah. Hätte die ZiB2-Redaktion ihn oder die Eltern um Genehmigung für eine Erwähnung fragen sollen? Wolf wollte dem Jugendlichen “eine Freude machen”, sagt er. Der junge Twitterant freute sich sichtlich über die positive Resonanz von #VeniVidiMaxi. Danach kamen ihm aber Zweifel. Nach ein paar Stunden Freudenrausch zeigte er sich reflektiert. Ihm wurde der ganze Hype unheimlich.

Etwas bedenklich ist es schon, dass wir täglich unsere Witzchen im Netz reißen, die abends vor einem Millionenpublikum im Fernsehen auftauchen können. Maximilian hätte, wie er zur “Wiener Zeitung” sagt, der ZiB2-Redaktion vorab zwar das OK gegeben. Mit dem Wissen über das Ausmaß betont er im Nachhinein, es sei ein Fehler gewesen. Der Schüler war sich nicht darüber im Klaren, was da auf ihn zurollte.

Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, welche Verantwortung wir beim Posten tragen. Egal ob es Verletzung anderer User oder unerwartete kurze Berühmtheit ist. Diese Medienkompetenz müssen wir noch erlernen. Am besten von klein auf.

Ein weiterer Teil dieses 15-minute-fames war ein sehr Internet-typischer: Sehr rasch waren auch negative Konsequenzen wie Spott um Bedeutung einer Wiederholungsprüfung und Neid um Aufmerksamkeit zu beobachten. “Twitter ist ein unglaublich guter Brandbeschleuniger”, erklärt Medienexperte Roither. Im Gegensatz zur Offline-Kommunikation kämen einige Faktoren hinzu, die eine Debatte ordentlich anfachen können: “Dinge, die du nie schreiben würdest, sondern nur sagen, schreibst du und sie können zur kollektiven Emotionalisierung beitragen, weil sie von anderen permanent gesehen und geteilt werden.”

Gerade weil im Netz so viel gehasst wird, brauchen wir positive Nachrichten. Eine bestandene Prüfung ist das allemal. Und wer weiß? Vielleicht hat er den Nachzipf auch ein bisschen wegen uns bestanden? Dann brauchen wir viel mehr Lovestorms.

 

Dieser Kommentar erschien zuerst am 14.09.2018 in der Online-Ausgabe der Wiener Zeitung. Er wurde von Eva Zelechowski geschrieben und ist weiterhin abrufbar.

St. Galler Tagblatt: #VeniVidiMaxi – Ganz Österreich freut sich über Maximilians Latein

Nachprüfung. Maximilian Werner ist Sportjournalist und Stadionsprecher in Rankweil. Ausserdem hat der 16-Jährige aus Feldkirch vor kurzem seine Latein-Nachprüfung bestanden. Zur Feier des Tages teilte er sein Glück auf dem Nachrichtendienst Twitter: «Freunde, Austro-Twitter darf explodieren und es muss sich kein Mob in Richtung Feldkirch aufmachen – Ich habe den gottverdammten Nachzapf gepackt! #VeniVidiMaxi». Innerhalb weniger Stunden wurde die Nachricht auf Twitter mehrfach geliked und geteilt.

Sogar der österreichische Bundespräsident Alexander Van, der Bellen gratulierte zur bestandenen Nachprüfung, und wünschte «allen Schülerinnen und Schülern alles Gute für das neue Schuljahr.» Der Jung-Sportreporter hätte nie gedacht, dass sein Tweet so viral geht. «Man fühlt sich schon lustig, wenn einem der Bundespräsident schreibt, weil er eben der Bundespräsident ist», sagt der Schüler gegenüber Vorarlberg Online. Der Fernsehmoderator Armin Wolf beendete die ZIB 2 mit «der guten Nachricht vom Tag». Auch der Kapitän des Wolfsberg AC gratuliert Werner per Videobotschaft und schenkt ihm sein Trikot. Und die Österreichischen Bundesbahnen versprechen ihm sogar ein gratis Sommerticket für das nächste Jahr.

 

Dieser Text erschien zuerst am 14.09.2018 im Sankt Galler Tagblatt.

Vorarlberger Nachrichten: #VeniVidiMaxi – Maximale Aufmerksamkeit

Feldkirch Er lebt seinen Traum, auch wenn er zuweilen hart aus seinen Träumen fallen kann. So wie jetzt geschehen, als es die von ihm publizierte Erfolgsmeldung seiner geschafften Latein-Nachprüfung sogar in die ZIB-2-Sendung schaffte und ihm Moderator Armin Wolf vor laufender Kamera und mit Werners Konterfei im Rücken dazu gratulierte. Wenig später war sein Twitteraccount prall gefüllt mit Gratulationen, selbst Bundespräsident Alexander Van der Bellen ließ es sich nicht nehmen, dem Vorarlberger persönlich eine Glückwunschnachricht zu schicken. Die Meldung verbreitete sich in windeseile und innert Stunden wurde der 16-jährige Feldkircher so zum bekanntesten Schüler Österreichs.

 

Ein wenig sprachlos

„Das wollte ich nicht“, erzählt er am Tag danach und wirkt dabei entwaffnend offen. „Maxi“, wie er von seinen Freunden genannt wird, wirkt plötzlich sogar ein wenig sprachlos und gesteht, sich bei all dem Rummel um seine Person doch ein wenig unwohl zu fühlen. „Ich war doch nur froh, es geschafft zu haben.“ Zumal er selbst davor absolut nichts von der TV-Ausstrahlung wusste, somit quasi ein wenig auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Dass seine Twittereintragungen rund um seine Nachprüfung seit Juni dieses Jahres immer mehr Follower fand, habe ihm zuvor einfach nur Spaß bereitet. Inzwischen gibt es unter #venividimaxi schon mehr als 1000 Eintragungen zum Nachlesen.

Dabei ist der fußballverrückte Rankweiler ansonsten so gar nicht auf den Mund gefallen. Zielstrebig verfolgt er sein Traum, im Journalismus Fuß zu fassen. Im Fernsehen vor der Kamera zu stehen und zu sprechen, das sei sein ganz großer Wunsch. Ja, das Reden, das habe schon immer funktioniert. Etwa als er mit 14 Jahren erstmals als Sprecher bei Heimspielen von RW Rankweil in Erscheinung trat. Jetzt, da er seine ersten Schritte als Jungjournalist macht, sieht er vieles schon etwas differenzierter und distanzierter. Schon deshalb kann er den jetzigen Erfahrungen Positives abgewinnen. Doch vorerst zählt für den BG-Feldkirch-Schüler das neue Schuljahr – am besten ohne Nachprüfung.

 

Dieser Bericht erschien zuerst am 13. September 2018 in den Vorarlberger Nachrichten. Er wurde von Christian Adam geschrieben und ist weiterhin abrufbar.

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